Erbacher Steinmorgen: Lößlehm-Böden, zum Teil kiesig, ursprünglich in der Größe eines Morgens (2.500 m²), an einem Morgen zu bearbeiten. Südost- bis Südlage.
Der Jahrgang
Der Weinjahrgang 2025 aus meteorologischer Sicht
Wie schon in den vergangenen Jahren war auch in 2025 jeder Monat wärmer als das Mittel 1991 bis 2020. Die im Jahresverlauf beschleunigte Rebenentwicklung, die in den vergangenen Jahren wiederholt zu beobachten war, erreichte in diesem Jahr ein neues Niveau.
Trotz deutlich überdurchschnittlicher Temperaturen im März und April waren bis Anfang April leichte Nachtfröste zu verzeichnen, die jedoch meist ohne gravierendere Auswirkungen blieben. Die Frühlingstemperaturen lagen insgesamt 1,1 Grad über dem Mittelwert von 1991 bis 2020, gleichzeitig gab es einen Sonnenscheinbonus von 192 Stunden, womit es einer der sonnigsten Frühlinge im Rheingau war!
Der Sommer begann durchwachsen, nachfolgend dominierten bis in die zweite Julihälfte hinein die trockenen und sonnigen Phasen, womit die Rebentwicklung ihren Vorsprung weiter ausbaute. Vom letzten Julidrittel bis Anfang August wurde es wechselhaft, was der Wasserversorgung, aber auch den Pflanzenkrankheiten zugute kam.
Nachfolgend setzte sich erneut trockene Witterung durch, die bis zu den letzten Augusttagen anhielt und somit für einen trockenen Start in die früheste Weinlese seit Aufzeichnungsbeginn 1955 sorgte. Die Hauptlese bei Riesling begann im Rheingau am 10. September und war bei den meisten Betrieben noch vor dem 30. September (durchschnittlicher Lesebeginn nach dem 30-jährigen Mittel) beendet. Somit kann man sagen: „Die Lese des Jahrgangs 2025 war beendet, bevor sie üblicherweise anfängt.“
Kurz nach Lesebeginn folgten jedoch einige unbeständige Tage mit teils ergiebigen Niederschlägen. Somit verbesserte sich zwar die August-Bilanz, gleichzeitig wurde aber das Abdrücken der Beeren begünstigt und der Krankheitsdruck stieg. Insgesamt erreichten die Niederschlagssummen im diesjährigen Sommer 142 mm – rund 13 mm weniger, als im langjährigen Mittel.
Der einzige Sommermonat mit etwas überdurchschnittlichen Niederschlägen in Geisenheim war der Juli, welcher gleichzeitig der erste zu nasse Monat seit Januar war. Die Temperaturen lagen zum Sommerbeginn im Juni deutlich über den Mittelwerten. Hinzu kamen die üblichen heißen Phasen, wobei die höchsten Temperaturen im Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli gemessen wurden. Die Spitzenwerte lagen an der Wetterstation in Geisenheim bei knapp 38 °C, an der Ehrenfels waren es sogar fast 40 °C! Das Resultat waren Hitzeschäden und Sonnenbrand.
Der September 2025 wurde über lange Strecken von wechselhaftem Wetter geprägt.
Der Klimawandel zeigt deutliche Auswirkungen auf den Weinbau. Die Bekämpfung von Schaderregern erfordert neue Strategien. Auch die phänologische Entwicklung der Rebe fängt früher an und ist in ihrem Verlauf beschleunigt. Die Reifephase erfolgt nicht mehr wie früher in einer kühleren Jahreszeit, wodurch die Gefahr von Botrytis und Essigfäule nach Niederschlagsereignissen zunimmt. In der Folge besteht für die Ernte mit dem Produktionsziel gesunder Trauben ein immer kürzeres Zeitfenster.
Der kellerwirtschaftliche Jahresrückblick 2025
Der frühe Reifebeginn sorgte dafür, dass die Weinbaubetriebe ihre Trauben schnell lesen und verarbeiten mussten. Betriebe mit einer hohen Schlagkraft hatten in diesem Jahr einen deutlichen Vorteil. Von einem entspannten Herbst konnte aber dennoch bei den meisten Weingütern nicht gesprochen werden, da die Lese innerhalb von zwei bis drei Wochen in den meisten Betrieben beendet war.
Während zu Beginn der Vegetation von einem hohen Ertrag ausgegangen wurde, liegen die tatsächlichen Erntemengen 2025 wohl deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. In unserem Betrieb kamen wir gerade auf 64 hl/ha Mostertrag, der letzte Lesetag lag am 28. September.
Zu Beginn der Lese präsentierten sich die Trauben noch in einem sehr guten Zustand, sodass die Trauben- und Mostverarbeitung ohne zusätzlichen Aufwand durchgeführt werden konnte.
Wer rechtzeitig mit der Lese begonnen hatte (27. August in der Winzer von Erbach eG), konnte Moste mit moderaten Mostgewichten ernten. Eine späte Lese ging mit höheren Mostgewichten einher, sodass in diesen Fällen mit höheren Alkoholgehalten im Wein zu rechnen ist.
Die Säuregehalte lagen dieses Jahr auf einem moderaten Niveau, womit die Kellerwirtschaft gut zurechtkam. In den meisten Fällen waren weder Säuerungs- noch Entsäuerungsmaßnahmen im Most erforderlich. In der Regel waren in den Mosten höhere Anteile an Weinsäure zu finden.
Aufgrund des feuchten Jahres kam es auch zu einer erhöhten Kaliumaufnahme die den späteren Weinsteinausfall fördert und dadurch die Gesamtsäure noch mindert.
Wer in diesem Jahr rechtzeitig auf die Weinlese vorbereitet war und zügig ernten sowie eine rasche Traubenverarbeitung und Weinbereitung gewährleisten konnte, kann mit sehr guten Ergebnissen auf der Flasche rechnen!
| Detailangaben | |
| Restsüße | 14,5 g/l |
| Fruchtsäure | 7,9 g/l |
| Alkohol | 11,0 % vol |
| Anbaugebiet | Rheingau |
| Land | Deutschland |
| Abfüller | Winzer von Erbach eG |
| Inhalt pro Flasche | 0,75 Liter |
| Hinweis auf Allergene | enthält Sulfite |
| Nährwertangaben je 100 ml | |
| Energie: | 305 kJ / 72 kcal |
| Kohlenhydrate: | 2,4 g |
| - davon Zucker: | 1,4 g |
| Enthält geringe Mengen von: Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Salz | |
Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch
Kunden die sich diesen Artikel gekauft haben, kauften auch folgende Artikel.Winzer von Erbach eG · Ringstraße 28 · 65346 Erbach im Rheingau · Telefon: 0 61 23 - 6 24 14 · www.winzer-von-erbach.de
Zur Homepage der Winzer von Erbach eG